Ein Stenz zur Zehnerpotenz

von Janus Zeitstein:

Stolz trägt er die zackigste
Aller Kronen
Als Assistenz
Für seine Präpotenz.

Sein Denken derart vermessen
Als sei er die Perle
Die – von Säuen gefressen-
Nun richtige Kerle
Nach genügend Latenz
Zurück ins Gehörn
Seiner Hochpotenz
Klonen.

Mit der Vernunft eines Gockel‘
Auf einem Haufen Mist
Scharren die Sporen an seinem Rist
Bläst er sich auf und steigt auf den Sockel.

Eitel zieht er einen Führer-Scheitel
Pocht auf den Kern seiner Kompetenz
Und warnt vor den Bonzen und Bossen
Voll von schierem Eigennutz
Die in Zeiten der Not
Ihre Genossen
Vergessen.

Als wahrer Narziß
Ist die Welt ihm ein Spiegel
Wo die Gradheit seiner Existenz
Ohne jeden Kompromiss
Wie zum Turmbau ein Ziegel.
Auf dem große Karo
Seines Programms für die Zukunft
Findet sich kleinstkarierte Vernunft
Hinter augenscheinlicher Inkompetenz.

Dünkel voll Wind strömen aus lächelndem Mund
In seiner Gespreiztheit
Wähnt er sich
Einen Günstling des Schicksals
Den die Menschheit
Als längst erwartete Majestät
Nun erwählt.

Auf diesem Fundament will er bauen
Weil ihm die Massen vertrauen
Der zum Vorteil für selbst den Geringsten
Auch gegen die Mächtigsten
Durch‘s Feuer geht.

Das Land auf neue Beine stellen,
Wasser und Medien versilbern
Mit der erfreulichen Konsequenz
Diesen türkisen Gesellen
Ihren Größenwahn zu vergällen.
So sicher wie das Amen im Gebet
Wird er in diesen Pfuhl
Von käuflichen Journalisten
Hinein-crashen wie ein Komet.

Schon zittert jeder Medienmogul
Wie das Laub der Espen
Vor dem Wiederaufstieg
Aus der Asche
Des, für dies Volk, wohl Allerwertesten.

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